Humanistisches, Sprachliches, Naturwissenschaftlich-technologisches, Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium (HG, SG, NTG, WWG)

Fachschaft Latein

  • Römertag 2019

    Beim inzwischen traditionellen Römertag am Gymnasium Donauwörth konnten die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen sowie zahlreiche Grundschüler für einen Tag in die Welt der alten Römer eintauchen. OStD Karl Auinger übernahm die Begrüßung freute sich vor allem, dass in diesem Jahr wieder Viertklässler aus der Parkstadt, Fünfstetten, Rain, Genderkingen und Oberndorf zusammen mit ihren Lehrern an diesem besonderen Tag teilnahmen.
    Den Auftakt bildete der fulminante Einzug eines römischen Legionärs in voller Rüstung samt Gefolge, der die Kinder standesgemäß auf Lateinisch begrüßte. Anschließende erlebten die die Kinder eine römische Hochzeitszeremonie, die von Schülern der 9. Klassen zusammen mit ihren Lehrern einstudiert worden war. Für große Begeisterung sorgte zudem ein gemeinsam gesungenes lateinisches Lied.
    Unter der Führung ihrer Tutoren konnten die Schüler sodann an verschiedenen Stationen Leben, Kultur und Kunst der Römer hautnah erfahren.
    Große Begeisterung rief die Vorstellung einer römischen Legionärsrüstung durch Schüler der Q 11 und Q12 hervor. Vor allem die Jungen konnten es kaum erwarten, einmal selbst einen echten römischen Legionärs- oder Gladiatorenhelm aufzusetzen. Zur Entspannung konnten dann römische Brettspiele ausprobiert werden, ehe sich die Kinder bei der Station „Römische Kleidung und Frisuren“ wie römische Damen und Herren „stylen“ lassen konnten oder sich über den „Alltag im alten Rom“ informieren lassen konnten.
    Auf großes Interesse stieß auch das künstlerische Projekt, bei dem römische Münzen aus Goldpapier nachgeprägt wurden. Ebenfalls handwerkliches Geschick war bei der Anfertigung römischer Mosaike, der Herstellung römischer Puppen sowie im „Scriptorium“ gefragt. In den Römertag integriert war auch eine besondere Attraktion, nämlich das Mythenzelt, in dem ein professioneller Erzähler am Lagerfeuer den Kindern die Welt der römischen und griechischen Sagen näherbrachte.
    Aber auch in der „anderen“ alten Sprache, Griechisch, konnten die Schüler erste Eindrücke und Erfahrungen in Form eines Projekts zu Alt- und Neugriechisch gewinnen.
    Für die Freunde der alten Geschichte war ebenfalls etwas geboten: Das Studienseminar Geschichte organisierte ein Geschichts-Kino.
    Dass auch Sport in der Antike von großer Bedeutung war, konnten die Schüler bei römischen Wettkämpfen und Spielen erfahren und ihre eigenen sportlichen Fähigkeiten beweisen. Und natürlich durfte auch ein Projekt zu Asterix und Obelix nicht auf dem Programm fehlen.
    Für das leibliche Wohl beim Römertag sorgte wie immer die „Römische Taverne“, die von den back- und kochfreudigen Eltern mit mediterranen Köstlichkeiten bestens versorgt war, welche bei Schülern und Lehrern großen Absatz fanden.
    Die Organisation des Römertages lag in diesem Jahr bei Andrea Hieble-Reitsam, Elisabeth Hroß, Michael Schwella und Christian Hornung.

    (Bildergalerie ->)

  • Wozu Latein?

    Latein ist eine ganz besondere Sprache, die ausschließlich am Gymnasium erlernt werden kann. Gerade im Anfangsunterricht wirkt Latein als Modell, das exemplarisch den Aufbau einer europäischen Sprache zeigt und gleichzeitig positiv auf die Beherrschung der eigenen Muttersprache rückkoppelt. Nebenbei erzieht das lateinische Sprachenkonzept auch zu absoluter Genauigkeit. Zugleich öffnet sich das Tor zur römischen antiken Welt und dem römischen Weltreich, dem Imperium Romanum, in all seinen Facetten.


    Das Fach Latein ist an unserer Schule auf zwei Gleisen präsent. Zum einen kann es gleich in der 5. Jahrgangsstufe als 1. Fremdsprache erlernt werden. Zum anderen ist Latein auch ab der 6. Jahrgangsstufe als 2. Fremdsprache wählbar. Auf beiden Gleisen wird die Sprache bis einschließlich der 8. Jahrgangsstufe erlernt, d. h. also über vier bzw. drei Schuljahre hinweg.


    Ab der 9. Jahrgangsstufe setzt dann der Lektüreunterricht ein. Gelesen werden lateinische Originaltexte, die quer durch alle literarischen Gattungen führen und ein weites Spektrum prominenter Autoren abdecken: so z. B. Caesars Bericht über den Gallischen Krieg, Ciceros Reden, Senecas philosophische Schriften, Geschichtsschreibung bei Livius und Ovids Verwandlungsgeschichten – alles Texte, die die kulturelle Entwicklung Europas bis zum heutigen Tag prägen. Im Rahmen der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums wird sich dieser Lektürekanon sogar noch um ein weiteres Schuljahr erweitern.


    Schließlich kann Latein auch im Abitur als schriftliches oder mündliches Prüfungsfach gewählt werden, nachdem man am Ende der 10. Jahrgangsstufe in der Regel bereits das Latinum als Studienqualifikation erworben hat.

    Richard Hroß

  • Exkursionen

    Damit das Erlernen der lateinischen Sprache nicht zu trocken ausfällt, haben wir seit Jahren verschiedene Ziele für Tagesexkursionen, die mit den Spuren vertraut machen, die die Römer uns hier in unserer bayerischen Heimat hinterlassen haben.

    Hier einige Beispiele für unsere Römer-Ausflüge:

    Exkursion in das Limesmuseum bei Ruffenhofen
    Das Limesmuseum in Ruffenhoffen, das sich oberhalb der Grundmauern eines Römerkastells am Limes angesiedelt hat, ist ein sehr lohnendes Ziel für eine Tagesexkursion von Donauwörth aus, da es problemlos in einer kurzen Busfahrt zu erreichen ist und den Schülern die Möglichkeit bietet, Gegenstände der Antike nicht nur zu betrachten, sondern anzufassen und auszuprobieren. Dies gewährleistet nicht nur die fachmännische und auf Schüler abgestimmte Führung durch das Museum, sondern auch viele detaillierte Modelle und originalgetreue Realien sowie der anschließende Workshop zum Thema „Münzprägen“, bei dem die Schüler die Möglichkeit haben, ihre eigene Münze mit antikem Motiv. herzustellen.

    Exkursion nach Kempten: Cambodunum
    Wie erleben unsere Schüler einen solchen Tag? Hier kommen sie selbst zu Wort:
    Zunächst sollten wir an einem Workshop teilnehmen, bei dem als Themenbereiche römische Spiele oder Kleidung zur Auswahl standen. Unsere Klasse hat sich für die Spiele entschieden. Als erstes taten wir uns in Dreier-Teams zusammen und gaben uns Namen, wie „Kleopatra“, „Victrix“, „Jupiter“ oder „Gladiatoren“. In diesen Gruppen traten wir immer gegeneinander in verschiedenen Spielen an. Diese Spiele waren z.B. Rundmühle, Seilspringen oder das Werfen einer Haselnuss in ein Tongefäß. Am Ende siegte das Team „Jupiter“ und wurde mit einer Urkunde ausgezeichnet.
    Während der kurzen Mittagspause konnten wir uns auf dem Abenteuerspielplatz, der zur Anlage gehört, austoben.
    Nach einer Stärkung ging es dann gleich weiter mit der Besichtigung einiger rekonstruierten Tempelbauten und Grundmauern.
    Dann sollten wir uns einen Markt der damaligen Zeit vorstellen. So bezog uns unser archäologischer Führer mit in das Marktleben ein, was lustig war und uns sehr gefallen hat. Außerdem haben wir passend zu unserem damaligen Lateinthema etwas über Aberglaube und Opfergaben gelernt.
    Zum Ende unserer Führung besichtigten wir noch die Thermen. Erstaunlich war, dass noch viele Teile der Anlage ziemlich gut erhalten waren.

    Exkursion nach Augsburg: Augusta Vindelicorum
    Die Hauptstadt der Provinz Rätien ist immer eine gute Gelegenheit, in die römische Geschichte einzutauchen. Im Zeughaus sind derzeit Teile des römischen Museums untergebracht. Auf über 700 Quadratmetern werden sechs Themenbereiche beleuchtet: Stadtgründung, Militär, Handel und Verkehr, Götter, Zivilleben und Abschied. In Sonderbereichen werden Skulpturen aus Privatsammlungen gezeigt, ebenso Gemmen – kleine Schmucksteine mit eingeschnittenen Bildmotiven. Ein Monitor mit Touchscreen lädt dazu ein, sich die kleinsten Exponate der Ausstellung groß und im Detail anzuschauen. Neu in Szene gesetzt wurde auch die Tabula Peutingeriana. die Vorlage für diese Karte entstand im 11./12. Jahrhundert uns ist wiederum die einzige erhaltene Abzeichnung eines römischen Originals aus dem 3./4. Jahrhundert. Sie zeigt die Ausdehnung des Römischen Reiches mit Straßen, Städten, Völkern, Meeren und Flüssen. Da die Karte nicht ganz einfach zu lesen ist, wurde sie an einigen wichtigen Stellen mit aufklappbaren Platten versehen, die es dem Besucher erleichtern, die antike Welt zu erkunden. Daneben können sich Schüler dort auch als Römer verkleiden, die römische Tischordnung ausprobieren und vieles mehr.

    Exkursion nach Weißenburg: Biriciana
    Nachdem ein Ausflug in das Römermuseum in Weißenburg wegen dessen Schließung und Renovierung in den letzten Jahren nicht möglich war, steht nun das rundum erneuerte Museum wieder für einen Ausflug offen: Herausragend ist der dort präsentierte Schatzfund mit seinen Bronzestatuetten, die antike Gottheiten zeigen. Die große überdachte Thermenanlage und die teilweise rekonstruierten Reste des Kastells etwas außerhalb der Altstadt runden den Eindruck der römischen Siedlung ab.

    Christian Hornung, Michael Schwella

     

    Exkursion 1             Exkursion 2             Exkursion 3           Exkursion 4

  • Studienfahrten

    Immer wieder werden auch aus altsprachlicher Perspektive Studienfahrten angeboten. Bevorzugtes Reiseziel ist natürlich Italien als das Kernland des Imperium Romanum. Hier ein schönes Beispiel aus dem Jahr 2017:

    Golf von Neapel

    Am 10. September 2017 machten sich 29 Schüler der Q12 in Begleitung von ihren drei Lehrkräften, Frau Bock, Herrn Appelt und Herrn Schwella auf den Weg, im sonnigen Süden Italiens ihre Abschlussfahrt zu verbringen. Mit „sonnig“ konnte jedoch der Ankunftstag leider nicht dienen, da nach anstrengender Nachtfahrt alle den Bus vor dem Hotel bei strömenden Regen und zusätzlich im italienischen Verkehrschaos verlassen mussten. An dieser Stelle konnte noch niemand erahnen, welch schöne Lage das Hotel direkt an der Steilküste des Golfes eigentlich bot. Vielmehr entschied man sich, diesen ersten Tag im Inneren eines Cafes in Sorrent zu verharren, bis das Wetter besser werden sollte.
    Und das hat sich gelohnt, denn schon am nächsten Tag sollte sich der Golf von Neapel von seiner schöneren Seite zeigen und zum Frühstück wurde man sich mit Blick aus dem Panoramafenster der Schönheit der Landschaft bewusst. Jetzt konnten endlich die Ausgrabungen von Pompeji besucht werden, wo den Schülern unter der fachkundigen Führung von Frau Bock einen imposanten Eindruck dieses „Disneylands“ der Lateiner vermittelt wurde. So kam es dann auch, dass alle Schüler trotz vieler gelaufener Meter dennoch den Vesuv erklimmen wollten. Daher wurde kurzerhand ein einheimischer Bus gechartert, der alle Teilnehmer unter den Gipfel des Vesuvs brachte, von wo aus die letzten Meter zum Kraterrand zu Fuß zurückgelegt wurden. Oben angelangt bot sich allen ein herrlicher Ausblick auf die Bucht von Neapel, bevor sich der Gipfel des Vesuvs in Wolken hüllte.
    Als nächstes erkundete man wieder mit einem einheimischen Bus die landschaftlich reizvolle Amalfiküste. Das Wetter hielt weiterhin, was der Süden verspricht, und dadurch hatten die Schüler nach einer kurzen Besichtigungsrunde in Amalfi die Möglichkeit, an den stadteigenen Strand zu gehen. Danach stand noch ein Abstecher nach Ravello mit seinen schönen Villen, Gärten und Ausblicken auf dem Programm. Nach diesem sehr abwechslungsreichen Ausflug kehrten alle zufrieden ins Hotel zurück.
    Tags darauf wurde mit der Villa Oplontis eine besonders gut erhaltene antike Villa in Augenschein genommen, und die Schüler erhielten durch zahlreiche Erklärungen ihrer mitgereisten Lehrer einen Einblick in die antike Baukunst und Lebensführung. Im Anschluss hinterließ ein ausführlicher Stadtrundgang durch die süditalienische Großstadt Neapel mit all dem dazugehörigen Chaos einen bleibenden Eindruck bei den Schülern, die erleichtert schienen, als sie wieder den Zug Richtung Hotel besteigen durften. Auch in Neapel sollte durch die Besichtigung des Nationalmuseums die Antike nicht zu kurz kommen.
    Vor der Abreise am folgenden Tag gab es noch einen aufregenden Ausflug in kleineren Booten zu der bzw. um die Insel Capri. Unterwegs wurde dann noch einmal Halt gemacht, um allen abschließend die Möglichkeit zu geben, im Meer zu baden. Danach hieß es Abschied nehmen vom sonnigen Süden. Mit vielen Souvenirs, aber auch mit sehr abwechslungsreichen und vielfältigen Eindrücken machten sich Schüler wie Lehrer auf den Heimweg.

    Michael Schwella

      Neapel 2                                 Neapel 1


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