Humanistisches, Sprachliches, Naturwissenschaftlich-technologisches, Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium (HG, SG, NTG, WWG)

Die gefährliche Flucht von Arjana

von Nele Freidhöfer (6. Jgst.)

Die fünfjährige Arjana wohnt in einem kleinen Dorf in dem Himalaya, wo gerade ein nebliger Tag beginnt:
Arjana wird unsanft aus dem Schlaf gerissen, denn ihre Mutter schüttelt sie wach. Arjana fragt müde: „Was ist denn los, Mama?“. Ihre Mutter teilt ihr sehr aufgeregt mit: „Dein Papa war vorhin Wasser holen, als er hörte wie sich zwei Personen unterhielten. Sie sagten, dass die Chinesen kommen und Kinder für ihre Fabriken bräuchten. Du musst fliehen, Arjana! Sonst finden sie dich und nehmen dich mit.“ Arjana aber entgegnet: „Wohin soll ich denn?“. Ihre Mutter antwortet: „Ich habe gehört, dass es ein SOS-Kinderdorf in der Nähe gibt. Du musst der Straße folgen, dann findest du es!“. Arjana grübelt: „Was ist ein SOS-Kinderdorf?“ Ihre Mutter erwidert: „Das ist ein kleines Dorf, wo Kindern die auf der Flucht sind geholfen wird. Dort gibt es genügend zu essen und du kannst dort eine Schulausbildung machen. Aber genug mit der Fragerei. Du musst los. Hier nimm deinen Rucksack und packe dir etwas zu trinken und zu essen ein! Du wirst ungefähr einen Tag unterwegs sein.“ Arjana ist sehr traurig als sie sich von ihren Eltern für immer verabschiedet: „Lebt wohl! Ich vermisse euch jetzt schon.“ Ihre Mutter sagt: „Wir dich auch.“ Die Familie umarmt sich noch ein letztes Mal und dann geht Arjana am Boden zerstört los. Sie fühlt wie ihr die Tränen in die Augen steigen, als sie sich zum letzten Mal umdreht und ihren Eltern winkt, den Arjana weiß, dass sie ihre Eltern nie wieder sehen wird. Nur einen Strickpullover, eine normale Hose und alte Schuhe hat Arjana an. Dort wo sie wohnt, ist das nicht gut, denn es ist in 3600 Metern Höhe sehr kalt. Arjana läuft schnell, weil sie Angst hat dass die Chinesen sie doch noch finden. Die Straße auf der sie läuft ist sehr uneben und steil, das macht das Laufen anstrengend. Nach drei Stunden Fußmarsch läuft Arjana deutlich langsamer. Sie denkt: „Ich bin schon so lange gewandert. Die Chinesen finden mich nun bestimmt nicht mehr.“ Arjana macht eine kurze Pause und isst hungrig ihren Proviant.
Danach trinkt sie ein bisschen was, aber geht dann gleich weiter, weil ihr kalt ist. An den Händen und den Zehen hat Arjana schon leichte Erfrierungen. Kurz bevor die Sonne untergeht kommt sie an einem Überhang vorbei. Dort fällt ihr ein großer Stein auf den Fuß. Arjana schreit laut auf und denkt: „Aua! Das tut höllisch weh. Oh nein, mein Zeh blutet.“ Sie umwickelte ihn mit einem Stofftuch, dass sie noch im Rucksack fand. Arjanas Finger und Zehen waren schon blau vor Kälte. Arjana überlegt: „Ich werde das Dorf nie finden. Mir ist kalt und ich habe keine Kraft mehr.“ Das Letzte was Arjana sah war eine große Gestalt die auf sie zu kam, dann wurde ihr schwarz vor Augen. Am nächsten Morgen wachte Arjana in einem Bett in einer großen Hütte auf. Das erste was sie sah war eine nett aussehende Frau. Arjana fragt: „Wo bin ich? Wer bist du? Was mache ich hier?“ Die nette Frau antwortet: „Ich heiße Sahi und du bist gerade in dem Haus 36 des SOS-Kinderdorfs. Ich habe dich gestern Abend gefunden. Ich hatte einen lauten Schrei gehört und habe nachgesehen was das war. Dann habe ich dich gefunden. Wie ist dein Name und was hast du ganz alleine in den Bergen gemacht?“ „Mein Name ist Arjana und ich bin vor den Chinesen geflohen“, erwidert Arjana. „Darf ich hier bleiben?“ Sahi sagt: „Na klar. Du darfst bei mir und meinen Kindern wohnen.“ Arjana ist überglücklich und umarmt ihre neue Mutter stürmisch, die fragt: „Soll ich dir schon mal das Dorf zeigen?“ „Ja! Bitte!“, meint Arjana. Sie gingen aus der Hütte raus und Sahi zeigt Arjana den Sportplatz, den Brunnen, das Babyhaus, die Mensa und die Schule. „Dort kannst du auch die Hochschulreife machen.“, erzählte Sahi und deutete auf die Schule. Danach stellte sie den Kindern und Müttern Arjana vor. Arjana gefällt das Kinderdorf und nach 13 Jahren im Kinderdorf hat Arjana die Hochschulreife geschafft und zieht in eine große Stadt um einen guten Job zu bekommen und um genügend Geld zu verdienen.

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